Welche renommierten Hochschulen in Deutschland verleihen regelmäßig den Titel Doktor honoris causa?
In Deutschland verleihen nicht „die Universität“ als Ganzes, sondern in der Regel einzelne Fakultäten oder der Senat die Ehrendoktorwürde. „Regelmäßig“ heißt deshalb selten „jedes Jahr“, sondern eher: Es gibt eine etablierte Praxis, dokumentierte Verfahren und fortlaufend veröffentlichte Verleihungen oder Listen.
Verlässliche Anhaltspunkte sind offizielle Übersichten (Ehrendoktoren/Ehrenpromotionen), amtliche Bekanntmachungen oder aktuelle Pressemitteilungen der Hochschule. Wer sich orientieren will, sollte genau diese Quellen prüfen – sie zeigen, ob eine Universität Ehrendoktorate nur sporadisch oder tatsächlich fortlaufend und sichtbar in ihrer akademischen Kultur verankert vergibt.
Technische Spitzenuniversitäten: TUM und RWTH Aachen
Zu den bekanntesten Hochschulen, die regelmäßig Ehrendoktorate verleihen, zählen große technische Universitäten. Die Technische Universität München (TUM) führt eine eigene Seite zu „Ehrendoktorinnen und Ehrendoktoren“ und beschreibt dort auch, dass die Ehrenpromotion für herausragende wissenschaftliche, technische, medizinische oder künstlerische Leistungen vergeben wird.
Auch die RWTH Aachen dokumentiert Ehrendoktorwürden öffentlich und stellt Beispiele sowie Hintergründe zu Geehrten bereit. Solche fortlaufenden Übersichten sind ein gutes Signal: Die Vergabe ist nicht zufällig, sondern Teil einer gelebten Auszeichnungskultur, die über viele Jahre hinweg sichtbar bleibt.
Traditionsreiche Universitäten: Heidelberg und Göttingen
Bei klassischen Volluniversitäten zeigt sich „Regelmäßigkeit“ oft über lange Zeiträume und gut gepflegte Dokumentationen. Die Universität Heidelberg veröffentlicht Verleihungen (etwa im Rahmen von Jahresfeiern) und führt zudem Materialien, in denen Ehrendoktoren im Kontext ihrer Universitätsgeschichte nachvollziehbar aufgeführt werden.
Die Universität Göttingen dokumentiert Ehrendoktoren auf Fakultätsebene und berichtet auch über feierliche Verleihungen, was zeigt, dass die Ehrenpromotion dort weiterhin praktiziert wird.
Für die Einschätzung „renommiert und regelmäßig“ sind genau diese zwei Ebenen wichtig: historische Kontinuität und aktuelle, überprüfbare Verleihungen.
Top-Listen: Wer vergibt am meisten Ehrendoktorwürden?
Eine belastbare „Topliste“ gibt es in Deutschland leider nicht, weil Ehrendoktorate dezentral über Fakultäten vergeben werden und keine bundesweite Statistik geführt wird.
Viele Hochschulen veröffentlichen zwar teilweise Listen, nennen aber keine Gesamtsumme.
Die TU Dresden (Fakultät Maschinenwesen) verlieh allerdings 2016 den 88. Ehrendoktor des Maschinenwesens seit 1900. Des weiteren umfasst die Liste der Ehrenpromotionen der TU Dortmund zur Zeit 63 Ehrendoktoren (Stand 2026). Nach Angaben der Universität Münster sind insgesamt 46 Ehrendoktorwürden an Angehörige der WWU Münster zwischen 1993 und 2023 verliehen worden.
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