Wo finde ich seriöse Angebote für den Erwerb eines Ehrendoktortitels?

Ein Doktor honoris causa (Dr. h.c.) ist keine Ware. Er wird von einer Universität oder Fakultät als Ehrung verliehen – nicht „erworben“ wie ein Produkt. Genau deshalb ist die Frage nach „Angeboten zum Erwerb“ in der Praxis der wichtigste Warnhinweis: Was als Kauf, Paket, Garantie oder „schnelle Verleihung“ vermarktet wird, ist in aller Regel kein reguläres, akademisch abgesichertes Ehrendoktorat. Verbraucher- und Rechtshinweise raten ausdrücklich davon ab, Titel aus dem Internet zu kaufen, weil die Nutzung schnell rechtlich und reputativ problematisch wird.

Der seriöse Weg läuft über Vorschläge aus der Universität – nicht über Eigenbewerbung

Wenn ein Ehrendoktorat realistisch ist, entsteht es typischerweise durch einen Vorschlag aus dem Hochschulumfeld: aus einer Fakultät, einem Dekanat oder einem Kreis promotionsberechtigter Professoren. Das Verfahren ist formalisiert, oft mit Gutachten, Gremienbeschlüssen und qualifizierten Mehrheiten.

Wer „seriös“ sucht, sucht daher nicht nach einem Verkäufer, sondern nach fachlichem Anschluss: langfristige Kooperationen mit Hochschulen, Förderung von Forschung und Lehre, glaubwürdiger gesellschaftlicher Beitrag und ein klarer Bezug zu einem Fachgebiet. Der Titel ist dann Ergebnis einer akademischen Entscheidung – nicht eines Vertrags.

Der seriöse Weg über spezialisierte Vermittler mit akademischem Netzwerk

Neben dem direkten Hochschulumfeld gibt es einen weiteren seriösen Zugang: spezialisierte akademische Vermittler. Ihre Rolle besteht nicht darin, Ehrendoktorate zu „verkaufen“, sondern darin, zwischen Persönlichkeit, Universität und rechtlichem Rahmen zu vermitteln.

Solche Vermittler verfügen über langjährige Kontakte zu Hochschulen, Fakultäten und akademischen Entscheidungsträgern und kennen die formalen Abläufe ebenso wie die unausgesprochenen Erwartungen im universitären Kontext. Sie prüfen vorab realistisch, ob eine Lebensleistung grundsätzlich ehrendoktoratsfähig ist, ordnen sie fachlich ein und bereiten Informationen so auf, dass sie für eine akademische Bewertung geeignet sind.

Ein seriöser Vermittler ersetzt keine universitäre Entscheidung und gibt keine Erfolgsgarantien. Er sorgt vielmehr für Struktur, Diskretion und Klarheit und vermeidet typische Fehler, die aus Unkenntnis des Systems entstehen. Rechtliche Fragen zur Titelführung oder Anerkennung werden dabei nicht selbst beantwortet, sondern gezielt an spezialisierte Kanzleien weitergeleitet. So entsteht ein sauberer, verantwortungsvoller Prozess, der akademische Integrität wahrt und zugleich Orientierung in einem komplexen Umfeld bietet.